Kernaussagen
- Laboranforderungen verändern sich, wenn Analyseverfahren, Aufgaben und Sicherheitsanforderungen wachsen.
- Eine bestehende modulare Laborcontaineranlage kann an neue Nutzungen angepasst werden.
- Im Praxisbeispiel wurde eine Anlage von S1 auf S2 umgerüstet.
- Modulare Labore können weitergenutzt werden, statt ersetzt oder grundlegend neu gebaut zu werden.
Inhalt
- Laboranforderungen sind nicht für immer gleich
- Neue Aufgaben – neue Anforderungen
- Anpassung der bestehenden Laborcontainer
- Modulares Bauen bedeutet nicht nur schneller bauen
- Nachhaltigkeit durch Weiternutzung statt Neubau
- Fazit: Ein Labor für heute sollte auch für morgen funktionieren
- Häufig gestellte Fragen
Laboranforderungen sind nicht für immer gleich
Laboranforderungen sind nicht für immer gleich. Analyseverfahren verändern sich, neue Aufgaben kommen hinzu und damit steigen häufig auch die Anforderungen an Ausstattung, technische Gebäudeausrüstung und Sicherheit.
Genau diese Situation entstand bei einem unserer Kunden aus dem Bereich Umweltanalytik.
Lab Modulbau realisierte für den Kunden eine Laborcontaineranlage aus vier Modulen. Der Name des Auftraggebers kann aus Vertraulichkeitsgründen nicht genannt werden.
Die Anlage wurde ursprünglich für klassische Wasser- und Bodenanalysen konzipiert und entsprechend den damaligen Arbeitsabläufen ausgestattet. Die Laborbereiche, Arbeitsplätze und die technische Gebäudeausrüstung wurden auf diese Nutzung abgestimmt und für die erforderliche Sicherheitsstufe S1 ausgelegt.
Neue Aufgaben – neue Anforderungen
Nach einiger Zeit veränderte sich das Analysespektrum des Betreibers.
Die bestehende Laboranlage soll künftig nicht mehr ausschließlich für die bisherigen Wasser- und Bodenanalysen genutzt werden, sondern als Labor für mikrobiologische Untersuchungen.
Damit verändern sich auch die Anforderungen an das Labor.
Bei einem konventionell errichteten Labor können solche Nutzungsänderungen umfangreiche bauliche Eingriffe, längere Umbauzeiten und entsprechend hohe Investitionen verursachen.
Bei der bestehenden modularen Laboranlage konnte die Anpassung dagegen mit vergleichsweise geringem Aufwand umgesetzt werden.
Die bestehende Laboranlage musste nicht ersetzt oder grundlegend neu gebaut werden. Sie konnte an die neue Nutzung als mikrobiologisches Labor angepasst werden.
Anpassung der bestehenden Laborcontainer
Die vorhandene Laborstruktur konnte weitgehend erhalten bleiben.
Notwendig waren im Wesentlichen Anpassungen der technischen Ausstattung und der Laborarbeitsplätze.
Die TGA wurde entsprechend der neuen Anforderungen angepasst und die Anlage von der bisherigen Sicherheitsstufe S1 auf die erforderliche Sicherheitsstufe S2 umgerüstet.
Zusätzlich wurden die vorhandenen Arbeitsplatten gegen für die neue Nutzung geeignete Arbeitsflächen ausgetauscht und die Laborausstattung auf die zukünftigen mikrobiologischen Tätigkeiten abgestimmt.
Der entscheidende Punkt: Die bestehende Laborcontaineranlage musste dafür weder ersetzt noch grundlegend neu gebaut werden.
Modulares Bauen bedeutet nicht nur schneller bauen
Dieses Projekt zeigt einen Vorteil modularer Laborkonzepte, der bei der ursprünglichen Investitionsentscheidung häufig unterschätzt wird:
Ein modulares Labor kann sich mit den Aufgaben seines Betreibers weiterentwickeln.
Ändern sich Analyseverfahren, Sicherheitsanforderungen oder technische Prozesse, können einzelne Komponenten gezielt angepasst oder ausgetauscht werden.
Das reduziert nicht nur die Umbauzeit, sondern insbesondere auch die Kosten.
Im konkreten Fall konnte aus einem bestehenden Umweltlabor für Wasser- und Bodenanalysen mit überschaubarem technischem und wirtschaftlichem Aufwand ein Labor für mikrobiologische Anwendungen entwickelt werden.
Vom Umweltlabor zur mikrobiologischen Nutzung
Das Praxisbeispiel zeigt, wie eine bestehende modulare Laboranlage gezielt an neue Anforderungen angepasst werden konnte.
Ausgangsnutzung
Die Anlage wurde ursprünglich für klassische Wasser- und Bodenanalysen konzipiert.
Neue Anforderungen
Das Analysespektrum veränderte sich in Richtung mikrobiologischer Untersuchungen.
Technische Anpassung
TGA, Arbeitsflächen und Laborausstattung wurden an die neue Nutzung angepasst.
Weiterverwendung
Die bestehende Laborcontaineranlage konnte weitergenutzt werden, statt ersetzt zu werden.
Nachhaltigkeit durch Weiternutzung statt Neubau
Nachhaltigkeit bedeutet im Laborbau nicht ausschließlich Energieeffizienz.
Ein wesentlicher Faktor ist die Frage, wie lange eine einmal geschaffene Laborinfrastruktur tatsächlich genutzt werden kann.
Wenn sich Anforderungen ändern und deshalb große Teile eines konventionellen Labors zurückgebaut und neu errichtet werden müssen, entstehen neue Kosten, Materialverbrauch und zusätzliche Bauzeiten.
Modulare Laborcontainer verfolgen einen anderen Ansatz:
Bestehende Strukturen werden weitergenutzt und nur dort verändert, wo die neue Nutzung dies tatsächlich erfordert.
Damit wird aus der ursprünglich für Umweltanalytik konzipierten Anlage kein „altes Labor“, sondern eine vorhandene Infrastruktur mit einer neuen Aufgabe.
Fazit: Ein Labor für heute sollte auch für morgen funktionieren
Niemand kann bei der Planung eines Labors exakt vorhersagen, welche Analyseverfahren, Forschungsaufgaben oder Sicherheitsanforderungen in einigen Jahren relevant sein werden.
Deshalb sollte bei einer Investitionsentscheidung nicht nur betrachtet werden, was ein Labor heute leisten muss.
Entscheidend ist auch:
Wie einfach lässt sich das Labor verändern, wenn sich die Anforderungen morgen ändern?
Die Umrüstung dieser vier Laborcontainer von einem Umweltlabor für Wasser- und Bodenanalysen zu einem mikrobiologischen Labor zeigt genau diesen Vorteil.
Modulare Labore schaffen nicht nur kurzfristig zusätzliche Laborflächen. Sie schaffen eine Laborinfrastruktur, die verändert, angepasst und für neue Aufgaben weitergenutzt werden kann.
Lab Modulbau – Labore, die sich mit Ihren Anforderungen weiterentwickeln.
Häufig gestellte Fragen
Ja, eine bestehende modulare Laborcontaineranlage kann projektbezogen an neue Anforderungen angepasst werden. Im beschriebenen Praxisbeispiel wurde eine Anlage, die ursprünglich für Wasser- und Bodenanalysen genutzt wurde, für mikrobiologische Untersuchungen angepasst.
Im Wesentlichen wurden die technische Gebäudeausrüstung, die Laborarbeitsplätze, die Arbeitsflächen und die Laborausstattung an die neue Nutzung angepasst. Zusätzlich wurde die Anlage von S1 auf S2 umgerüstet.
Modulare Laborcontainer können gezielt verändert, angepasst oder erweitert werden. Dadurch muss eine bestehende Laborinfrastruktur nicht automatisch ersetzt oder vollständig neu gebaut werden, wenn sich Analyseverfahren, Sicherheitsanforderungen oder Prozesse verändern.
Ja, weil bestehende Strukturen weitergenutzt und nur dort verändert werden, wo die neue Nutzung dies tatsächlich erfordert. Dadurch können Materialverbrauch, Bauzeiten und zusätzliche Kosten reduziert werden.
Diese Flexibilität ist relevant für Betreiber, deren Analyseverfahren, Forschungsaufgaben, Sicherheitsanforderungen oder technische Prozesse sich über die Zeit verändern. Dazu gehören unter anderem Umweltanalytik, Mikrobiologie, Forschung, Industrie und weitere Laborbereiche.
