Kernaussagen
- Bei kritischen Laborprozessen kann bereits ein einziger Tag ohne Betrieb erhebliche Auswirkungen haben.
- Eine modulare Laborcontaineranlage kann während eines Umzugs als vollständig redundante Laborinfrastruktur dienen.
- Parallelbetrieb ermöglicht es, Diagnostik während Umbauten, Erweiterungen oder Standortwechseln aufrechtzuerhalten.
- Modulare Labore können mehr sein als eine Übergangslösung: Sie können ein wichtiger Bestandteil der Betriebssicherheit sein.
Warum ein Laborausfall keine Option war
Für ein Medizinisches Versorgungszentrum in Baden Württemberg stand der Umzug in ein neues Laborgebäude bevor. Eine organisatorische Herausforderung, die für viele Unternehmen bereits anspruchsvoll wäre. Für dieses Labor jedoch war sie existenziell.
Täglich werden dort bis zu 30.000 Blutproben analysiert. Ein einziger Tag ohne Laborbetrieb hätte erhebliche Auswirkungen auf Patientenversorgung, Diagnostik und nachgelagerte medizinische Prozesse. Ein solcher Ausfall lässt sich später nicht einfach nachholen.
Gesucht wurde deshalb eine Lösung, die den vollständigen Laborbetrieb auch während des Umzugs sicherstellt und gleichzeitig maximale Betriebssicherheit bietet.
Die Herausforderung beim Umzug des MVZ
Der Umzug in ein neues Laborgebäude bedeutete nicht nur den Wechsel eines Standorts. Die komplette Diagnostik musste während des Übergangs weiterhin zuverlässig funktionieren.
Für das MVZ war entscheidend, dass die Blutanalysen ohne Unterbrechung fortgeführt werden konnten. Gleichzeitig musste ausreichend Sicherheit vorhanden sein, falls es beim Umzug, bei der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes oder bei technischen Abläufen zu Verzögerungen kommen sollte.
Ein klassischer Umzug mit einer zeitweisen Unterbrechung des Laborbetriebs war deshalb keine Option.
Bis zu 30.000 Blutproben pro Tag machten einen vollständigen Parallelbetrieb notwendig. Die Laborinfrastruktur musste auch während des Umzugs jederzeit betriebsbereit bleiben.
Redundante Laborinfrastruktur auf dem Parkplatz
Gemeinsam mit LAB Modulbau wurde ein Konzept entwickelt, bei dem eine vollständig ausgestattete Laborcontaineranlage direkt auf dem Parkplatz des MVZ errichtet wurde.
In den Laborcontainern installierte der Kunde seine komplette Blutanalysenstraße und nahm diese parallel zum bestehenden Labor in Betrieb.
Dadurch entstand eine vollständig redundante Laborinfrastruktur. Während das neue Gebäude bezogen und die bestehenden Laborbereiche Schritt für Schritt umgezogen wurden, stand jederzeit eine voll funktionsfähige Laborumgebung zur Verfügung.
Parallelbetrieb ohne Unterbrechung
Während das neue Laborgebäude bezogen und die bestehenden Laborbereiche Schritt für Schritt umgezogen wurden, lief die Diagnostik ohne Unterbrechung weiter.
Selbst bei unerwarteten Verzögerungen oder technischen Problemen stand jederzeit eine voll funktionsfähige Laborinfrastruktur zur Verfügung.
Der Parallelbetrieb schuf damit die notwendige Sicherheit, um kritische Laborprozesse auch während des Standortwechsels zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Was dieses Projekt für kritische Laborprozesse zeigt
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass modulare Laborcontainer weit mehr sind als eine Übergangslösung.
Sie können ein entscheidender Bestandteil der Betriebssicherheit sein und helfen, kritische Laborprozesse auch während Umbauten, Erweiterungen oder Standortwechseln zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Gerade in Bereichen wie der medizinischen Diagnostik, in denen jeder Ausfall unmittelbare Auswirkungen auf Patienten und Auftraggeber haben kann, schaffen modulare Laborlösungen die notwendige Sicherheit.
Parallelbetrieb, Redundanz und schnelle Einsatzbereitschaft ermöglichen einen reibungslosen Übergang ohne Kompromisse bei Qualität oder Verfügbarkeit.
Vom Flächenproblem zur Laborlösung
Das Projekt zeigt, wie aus fehlenden Laborflächen eine standortbezogene modulare Laborlösung entstehen kann.
Kritischer Laborbetrieb
Bis zu 30.000 Blutproben pro Tag machten einen Laborausfall unmöglich.
Modulare Interimslösung
Direkt auf dem Parkplatz des MVZ wurde eine vollständig ausgestattete Laborcontaineranlage errichtet.
Parallelbetrieb
Die Blutanalysenstraße wurde in den Laborcontainern parallel zum bestehenden Labor in Betrieb genommen.
Betriebssicherheit
Während der Umzug Schritt für Schritt erfolgte, blieb die Diagnostik jederzeit vollständig funktionsfähig.
Häufig gestellte Fragen
Ein unterbrechungsfreier Laborbetrieb kann durch eine parallel betriebene modulare Laboranlage abgesichert werden. Während bestehende Laborbereiche schrittweise umziehen, bleibt die Diagnostik in der redundanten Infrastruktur weiterhin betriebsbereit.
Redundante Laborinfrastruktur bedeutet, dass eine zusätzliche voll funktionsfähige Laborumgebung zur Verfügung steht. Dadurch kann der Betrieb auch bei Verzögerungen, technischen Problemen oder Umbauphasen weiterlaufen.
Modulare Laborcontainer können projektbezogen auf die Anforderungen medizinischer Diagnostik abgestimmt werden. Entscheidend sind unter anderem Laborprozesse, technische Ausstattung, Medienversorgung, Lüftung, Sicherheitsanforderungen und die geplante Nutzung.
Je nach Standortbedingungen kann eine modulare Laboranlage beispielsweise auf Parkflächen, befestigten Betriebsflächen oder anderen geeigneten Freiflächen errichtet werden. Die konkrete Machbarkeit muss projektbezogen geprüft werden.
Eine parallele Laborlösung kann besonders bei Umzügen, Sanierungen, Erweiterungen, technischen Umbauten oder kritischen Betriebsphasen sinnvoll sein, wenn ein Ausfall von Laborprozessen keine Option ist.
